afrikanische eiszapfen

Tag 13. Wir haben Urlaub – das kann man sich bei dieser Reise nicht oft genug einflüstern. Morgens halb sechs sitzen wir in einem offenen Allradfahrzeug. „Game Drive“ heißt das fakultative Event für heute, das wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Wer will schon ausschlafen?! Vor allem im Urlaub – pah. Nach etwa 20-minütigem Fahrtwind, der einem die Gesichtszüge lähmt, passieren wir ein Tor mit der Aufschrift „Chobe National Park“. Es ist der tierische Laufsteg vom Vortag, den wir nun nicht vom Wasser aus begutachten, sondern diesmal fahren wir direkt hindurch. Unser Ziel? Dasselbe wie immer: Tiere sehen!

Die Stimmung ist – nun ja, nennen wir sie „frostig“. Zu morgendlicher Stunde knallt einem in Afrika nicht gerade die Sonne auf den Schädel, wir fühlen uns eher wie im Kühlhaus. Damit kommt nicht jeder zurecht, und so wird gemeckert, geknurrt und genörgelt. Wie sich das für deutsche Touristen gehört. Vorn im Führerhäuschen nimmt ein dunkelhaariges Männlein Platz und wird mit einer Decke schön warm eingepackt. Vom hinteren Teil des voll beladenen Vehikels wird diese privilegierte Figur mental und verbal mit Neid und Missgunst überschüttet. Während dieser Typ es warm hat, frieren sich alle anderen den Arsch ab. Die Welt ist so ungerecht. Und überhaupt, warum sitzt der da vorne?! Von hinten sieht er aus wie ein Bestandteil unserer Reisegruppe – erst am Ende der Tour entpuppt er sich als Unbekannter und provoziert so ein paar verdutzte Gesichter. Wurde da etwa stundenlang flüsternd auf dem Falschen herum gehackt?

In der Kälte tuckern wir durch den Park. Stille. Alle Tiere scheinen noch tief und fest zu schlafen, nur der deutsche Sensations-Tourist ist pünktlich vor der Sonne auf der Piste. Doch wir werden belohnt. Zum Sonnenaufgang zeigt sich ein Löwe. Nein, zwei sogar!

Einsam schaut der Löwe zur aufgehenden Sonne.

Einsam schaut der Löwe zur aufgehenden Sonne.

Die Touristen voll im Blick...

Die Touristen voll im Blick…

Auf dem Weg zum Objekt der Begierde...

Auf dem Weg zum Objekt der Begierde…

Was sich neckt...

Was sich neckt…

Kaum dass die Sonne ihre volle Blüte entfaltet hat und uns schön durchwärmt, sinkt der Frustpegel und es gibt keinen Grund mehr, auf die abgetauten Eiszapfen an den Nasen zu schimpfen. Gut gelaunt fahren wir weiter und unsere Kamera-Speicherkarten füllen sich in rasantem Tempo mit heterogenen Lebewesen, unter anderem Vögeln, Impalas, Affen, Geiern, Warzenschweinen, Mangusten und imposanten Büffeln.

Du hast ja einen seltsamen Schnabel...

Du hast ja einen seltsamen Schnabel…

Das am coolsten aufgeplusterte Vögelchen, das ich je gesehen hab...

Das am coolsten aufgeplusterte Vögelchen, das ich je gesehen hab…

Oha, wir wurden entdeckt!

Oha, wir wurden entdeckt!

Auf unserer Buckelpiste herrscht reger Impala-Betrieb.

Auf unserer Buckelpiste herrscht reger Impala-Betrieb.

Gemütlicher Affenspaziergang

Gemütlicher Affenspaziergang

Am Strand herrscht ein wildes Durcheinander von Affen und Impalas.

Am Strand herrscht ein wildes Durcheinander von Affen und Impalas.

Ein toter Elefant im Wasser - und die hungrigen Trauergäste haben sich schon versammelt.

Ein toter Elefant im Wasser – und die hungrigen Trauergäste haben sich schon versammelt.

Einfach mal abhängen. Dass die Mama auf unserer  "Straße" läuft, stört ja nicht.

Einfach mal abhängen. Dass die Mama auf unserer „Straße“ läuft, stört ja nicht.

Einmal entlausen, bitte. Halt still, Junge!

Einmal entlausen, bitte. Halt still, Junge!

Ein Warzenschwein. Ob das Pumbaa ist?!

Ein Warzenschwein. Ob das Pumbaa ist?!

Der Geier auf einem abgestorbenen Baum - irgendwie klischeehaft.

Der Geier auf einem abgestorbenen Baum – irgendwie klischeehaft.

Eine Manguste schleicht im Tarnanzug durchs Dickicht.

Eine Manguste schleicht im Tarnanzug durchs Dickicht.

Wir holpern durch unberührte Natur.

Wir holpern durch unberührte Natur.

So ein Büffel scheint der perfekte Landeplatz für Vögel zu sein.

So ein Büffel scheint der perfekte Landeplatz für Vögel zu sein.

Nach diesem tierischen Daumenkino neigt sich die Tour ihrem Ende zu. An einer Weggabelung reißt der Fahrer jedoch abrupt das Steuer rum, denn aus unserem Jeep schallt ihm mehrstimmig der unüberhörbare Ausruf „Giraffen!“ entgegen. So viel Zeit muss sein.

Kuckuck!

Kuckuck!

Kleine Giraffe, kleiner Busch - große Giraffe, großer Busch

Kleine Giraffe, kleiner Busch – große Giraffe, großer Busch

Herrlich, wie sich die kleine Giraffe bemüht, die Blättchen abzurupfen.

Herrlich, wie sich die kleine Giraffe bemüht, die Blättchen abzurupfen.

Nach diesem lohnenswerten Umweg kehren wir mit etwas Zeitverzug ins Camp zurück und können uns ausruhen, bevor wir am Abend noch mal auf dem Chobe schaukeln…

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