ein blick ins hinterland

Am dritten Tag stolziere ich wie ein Profi in den U-Bahn-Schacht, kaufe mir ein Ticket und fahre in die Stadt: Eine Tour ins Hinterland Hongkongs steht auf der Tagesordnung. Mit einem kleinen Bus geht es erst mal quer durch die Stadt: nur der Fahrer, ein paar internationale Gäste. Kein Guide. Nach etwa einer halben Stunde steigt eine etwas korpulentere Asiatin ein: weiße Plateau-Schuhe, schwarze Leggins und ein blaues Pailletten-Top. Uff. Im ersten Moment erinnert sie mich an Beth Dito (The Gossip), gibt sich dann aber mit einer überaus schrillen Stimme und dem schnellsten Englisch aller Zeiten als Guide zu erkennen. Weiterlesen

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nachts auf dem peak

Vom Botanischen Garten aus spaziere ich zur “Peak Tram”, einer extrem steilen Bahn, die mich zu meinem Aussichtspunkt bringen soll. Leider bin ich nicht die Einzige mit diesem Plan. Ein Schild mit der Aufschrift “1 Stunde Wartezeit” bereitet mich mental auf das vor, was kommen wird. Wer spöttisch ist, mag sagen, dass ich das aus DDR-Zeiten ja noch kennen müsste… Früher war ich jedoch – in jederlei Hinsicht – geduldiger! Weiterlesen

als alien in der u-bahn

Mit unterirdischem Gefährt starte ich am frühen Nachmittag in die City. Die Haltestelle “Central” klingt vielversprechend. In der U-Bahn-Station fühle ich mich wie zu Spitzenzeiten der gamescom. Menschenmassen. In der U-Bahn selbst komme ich mir vor wie ein Alien auf dem Präsentierteller: Jeder starrt mich an. Vielleicht, weil ich die Einzige bin, die nicht wild auf einem elektronischen Gerät herumtippt. Oder die einzige Frau, die keine lackierten Zehennägel in Flip Flops spazieren trägt. Vielleicht sehe ich aber einfach nur anders aus. Weiterlesen

hongkong city tour

Mit einer Stadtrundfahrt eröffne ich den zweiten Tag. Gleich zu Beginn werde ich mit einigen interessanten Fakten konfrontiert:

Hongkong ist mit seinen 7,1 Millionen Einwohnern “winzig” für China und rangiert damit nur auf Platz 38. Die größte chinesische Stadt, deren Namen ich direkt wieder vergessen habe, beherbergt 32 Millionen Chinesen! oder “Wer in Hongkong keinen Universitätsabschluss hat, der hat verloren.” Weiterlesen

im anflug auf hongkong

Sonntagabend 17:55 Uhr hebt ein voll beladener Lufthansa Airbus – inklusive mir – von Frankfurt nach Hong Kong ab: 5.688 Kilometer. Mit einem landestypischen Abendessen stimmt sich mein Magen auf die Reise ein: Hirschgulasch, Rotkraut (auch als Blaukraut oder Rotkohl bekannt) und Spätzle. Von meinem Fensterplatz aus habe ich eine vorzügliche Sicht auf den Wolkenteppich. Weniger erfreulich hingegen ist die Geruchswolke vom Schweißfuß meines am Gang sitzenden Nachbarn, die mir in die Nase kriecht. Weiterlesen