austernzucht in walfischbucht

Tag 6. Statt auf staubigem Untergrund schlagen wir unsere müden Äuglein diesmal in den weichen Betten des Dunedin Star auf. Der Wunsch nach Ausschlafen – Fehlanzeige. Pünktlich 7 Uhr sitzen wir schon frisch geduscht, gekämmt und partiell geföhnt beim Frühstück und witzeln über die Trägheit des Küchenpersonals bei der Zubereitung zweier verfügbarer Menüs. Wasser für Kaffee und Tee werden möglicherweise aus kilometerweit entfernten Brunnen geholt…

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ein seelöwe mäht selten allein

Nach ein paar Stunden Wüsten-Geschaukel erreichen wir tatsächlich den Atlantik und folgen der Küste bis Cape Cross. Die auch als Kreuzkap bezeichnete Landspitze rühmt sich, im Januar 1486 erstmals von portugiesischen Füßen betreten worden zu sein. Seefahrer und Entdecker Diego Cão errichtete dort im Auftrag seines Königs ein Steinkreuz – was wir als gute, deutsche Touristen leider nicht zu sehen bekommen. Oder war ich nur unaufmerksam?!

Auch ohne das historische Kreuz erinnert sich wohl jeder von uns an Cape Cross – insbesondere unsere Nasen. Als wir aus dem Bus steigen, atmen wir tief ein – in der Hoffnung, nach all der trockenen Wüstenluft endlich eine schöne, feuchte Meeresbrise durch die Atemwege sausen zu lassen. Doch der erste Luftzug entpuppt sich als fatal und verführt manche zu Würgereflexen. Es riecht nicht nach Sonne, Strand und Meer, sondern exorbitant nach nassem Seehund. Willkommen an einer der größten Seelöwen-Kolonien der Welt!

Cape Cross, eines der größten Seelöwen-Sammelgebiete weltweit

Cape Cross, eines der größten Seelöwen-Sammelgebiete weltweit

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springbock im schlafrock

Tag 4. Wie immer krabbeln wir noch vor Sonnenaufgang aus unseren Schlafsäcken. Gähn. Heute ist Zelt-Abbauen angesagt, wir verlassen Etoscha und ziehen weiter. Damit uns der Abschied nicht so schwer fällt, ist uns noch ein Stopp an einem exklusiven Wasserloch im Nationalpark vergönnt. Schon am frühen Morgen herrscht dort Hochbetrieb. Den Schlafsand noch in den Augen versuchen wir zu zählen, wie viele unterschiedliche Tiere sich zum Frühstück versammelt haben. Eine konkrete Summe errechnen wir nicht, denn immer wieder ziehen Vierbeiner von dannen oder es kommen neue hinzu.

Springböcke eröffnen das Frühstücksbuffet.

Springböcke eröffnen das Frühstücksbuffet.

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ein tag im etoscha

Tag 3. Für den 19. Mai steht der Etoscha-Nationalpark auf dem Programm. Den ganzen Tag im Truck durch die Pampa gondeln? Wird das nicht langweilig? Nein. Immer wieder lassen sich Tiere blicken, die wir am Vortag noch nicht gesehen haben. Neue Landschaften, frische Wasserlöcher. Schon in den Morgenstunden laufen uns Gnu, Hyäne und Zebras vor die Linse.

Gnu am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

Gnu am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

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tor zu einer anderen welt

Tag 2. Am Nachmittag erreichen wir den Schlagbaum zum Etoscha-Nationalpark – das Tor zu einer anderen Welt.

Welcome to Etosha National Park

Welcome to Etosha National Park

Peinlich, wenn ich an meine erste Frage denke, die ich dem Guide hier stelle: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir keine Tiere sehen? Er lächelt nur und nickt mir verständnisvoll zu – alles klar. Kaum, dass wir die Pforte zum Nationalpark passiert haben, marschiert rechts von uns eine Giraffe vorbei. Huch. Aufregung im Bus. Alles stürzt auf die rechte Seite – alle Kameras sind auf das arme Tier gerichtet.

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